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Eresburg

Die erste schrifliche Erwähnung der Eresburg findet sich in den Aufzeichnungen über deren Eroberung durch Karl den Gr0ßen im Jahre 772. Doch viele Fragen um die Eresburg bleiben bis heute unbeantwortet. Seit wann gab es die Eresburg, wie groß war sie und wo hat sie gestanden. Archäologisch sind  bis heute keine Reste der Burg gefunden worden. Unbestritten ist in der Fachwelt allerdings, dass sie in Obermarsberg gestanden hat. In einigen Schriften wird die Eresburg als Wallburg oder Fluchtburg bezeichnet. Das halte ich eher für unwahrscheinlich. Wenn die Eresburg so stark befestigt war, dass selbst Karl der Große so verzweifelt war, dass er die Erstürmung der Eresburg für unmöglich hielt und nur durch List dieses umgesetzt werden konnte (s. Sage vom Königsborn), dann muss sie schon ein massives Bollwerk gewesen sein. Wenn wir weiter die Sagen zugrunde legen und bedenken, dass schon um Christi Geburt die Eresburg vom Cheruskerfürsten Segestes bewohnt war, dann wird sie sicher über die Jahrhunderte auch weiterentwickelt worden sein. 

Auch der Standort der Eresburg wird kontrovers diskutiert. Ich halte es mit Pater Rupert Stadelmeier, der in seinem Buch Irminsul Eresurg schreibt: "denn die Eresburg lag auf dem niedrigen südwestlichen Teile des Bergrückens, ... so dass ein Heer nur durch Eroberung der Eresburg bis zur Irminsul vordringen konnte." (Stadelmeier, Irminsul Eresburg, Verlag Boxberger, Marsberg 1949, S.30)