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Frau Holle

Die Brüder Grimm sind im mitteldeutschen Gebiet auf die Sage von Frau Holle gestoßen, die die Vorlage zu ihrem Märchen wurde. Schon in die Erstausgabe ihres Buches "Kinder- und Hausmärchen" von 1812 fand dieses Märchen Einzug. Besonders Jacob Grimm wollte aber beweisen, dass Frau Holle mehr ist als nur eine Märchengestalt. Er kam zu dem Schluss, dass der Begriff Holle eine andere Form von Holda oder Hulda ist, eine der wichtigsten und größten  germanische Gottheiten. In den Rauhnächten, das sind die Nächte zwischen Weihnachten und Epiphanie am 6. Januar, tobt sie durch die Wolken und löst dabei die alljährlichen Winterstürme aus. Das älteste Dokument für diese These stammt von Bischof Burkhard von Worms. Um das Jahr tausend schreibt er, dass eine gewisse Holda mit weiblichen Dämonen auf Tieren durch die Nacht reite.

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